EXHIBITIONS

Opening “It Wasn’t Art School”

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Backyard presents Opening of “It Wasn’t Art School“. Exhibition by Sam Crew and Tahnee. Video Art by Dariuz Voltra.

Sam Crew
Seit nunmehr 10 Jahren pilgern John Reaktor und Hazard Hope mit farbverschmierten Händen durch den kulturellen Orbit. Aufgebrochen einst, mit erlesenen Comics und einer Hendrix – Schallplatte im Gepäck, das Erbe brennender Buchstaben und unerzählter Geschichten weiter tragend. Sie trugen es an Orte, an denen die Jugend in Bushaltestellen verschimmelt, und dann, jedem willkommenen Sonnenuntergang entgegen.

Inzwischen haben die selbsternannten Wüstensöhne eine ganze Armee von grafischen Steinrobotern, gezähmten Zyklopen, veredelten hedonistischen Pilgerstätten und wiederbelebten Ruinen geschaffen. Es gilt, im Kopf des Betrachters eine neue Ordnung herzustellen, nach ihrem Geschmack, und den Kunstbetrieb herauszufordern. Weiter, immer weiter, von der WIR Gallery/Mailand, ins Perm Museum of Contemporary Art/Russland und nach Cape Town in die A Word Of Art Gallery. Sam Crew wirken regelmäßig bei der Urban Affairs, Paintclub, Secret Wars oder der ArtBase mit und realisierten 2010 die Reclaim Your City Gruppenausstellung im Berliner Neurotitan. Auch bewährte sich ihr Schaffen in Zusammenarbeit mit Tanzlokalen wie der Bar25 oder dem Zucker Club Bremen, Berührungsängste gibt es weder bei Biker Clubs noch bei gemeinnützigen Projekten. Die Arme weit geöffnet und die Füße fest auf dem Boden, lassen John Reaktor und Hazard Hope die Steine rollen!

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TAHNEE
widmet sich früh der Malerei, zunächst figürlich. Eine Gruppenausstellung in Mühlheim an der Ruhr, Kurse bei der Wuppertaler Künstlerin Diemut Schilling und am K21 in Düsseldorf bekräftigen ihren Wunsch, mehr in ihrer Kunst zu finden, als bloß abzubilden. Tahnee arbeitet in ihren Werken mit Ölkreiden, Pastellfarben und Klebeband, endend in Layering und den unterschiedlichsten Mischtechniken. Mit dem Beginn ihres Studiums an der Udk Berlin löst sie sich letztendlich von der Figur. Vielmehr werden nun Traumbilder, Angstzustände, Verluste und Phantasien verarbeitet, die herrschende Stimmung zum Zeitpunkt des Schaffen, unmittelbar in das Bild einfließend. Auch dem Material wird eine größere Rolle zugeschrieben: eingerissene Pappe wirkt auf das Werk somit nicht mehr degradierend sondern bildet die Grundlage einer Haltung, die das Bild vermitteln will. Im Frühjahr 2011 dann die Einzelausstellung im Berliner Musikstudio Ohrpheo. Aufgrund einer mehr und mehr intuitiv werdenden Arbeitsweise bekommen auch weggeworfene bzw. beschädigte Gegenstände und Fundstücke eine neue Daseinsberechtigung, sie dienen als Grundlage neuer Werke. Tahnee lässt deren Makel zum Inhalt ihrer Arbeit werden.

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